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Wittenberg Teaser

Das Betreuer-Team der oldenburgischen Kirche betreuten während des KonfiCamps hunderte Konfirmandinnen und Konfirmanden. Mit dabei waren drei Pfarrer, eine Pfarrerin, eine Diakonin, eine Ehrenamtliche und zwei Teamer. Foto: ELKiO/Christina Özlem Geisler

24. Juli 2017

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Tausende Jugendliche nähern sich im Wittenberger KonfiCamp spielerisch
Glaubensthemen

In diesem Sommer haben mehr als 800 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus dem ganzen Oldenburger Land die KonfiCamps in der Lutherstadt Wittenberg besucht. Mit mehr als tausend anderen Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sie das Wittenberger Groß-Camp „Trust and Try“ erkundet. Es ging genau darum: vertrauen und ausprobieren, wie weit man zu gehen bereit ist und wo die individuellen Grenzen verlaufen.

Oldenburg - Stell Dir vor, Du liegst auf einer Bank, das Gesicht nach unten, die Augen geschlossen. Du hast Bodenhaftung und fühlst Dich sicher. Plötzlich hebt jemand die Bank an, um Dich an einen anderen Ort zu bringen. Ist es ein Gefühl von Abheben und Schweben? Oder von Kontrollverlust?

Was in dem Erlebnisparcours zwischen den weißen Zelten geschieht, mag auf den ersten Blick nach Gaudi unter Jugendlichen aussehen. Während die eine Gruppe die Bank mit dem liegenden Mädchen trägt, hängt an einem der Bäume ein dickes Tau, an dem viele auf der einen Seite des Asts einen Einzelnen auf der anderen Seite hochziehen. Ein paar Meter weiter läuft ein Junge mit verbundenen Augen über Hindernisse. Mit dem Freund, der ihn führt, ist er nur durch eine winzige Berührung verbunden: Ihre Zeigefinger liegen Kuppe auf Kuppe. Hier geht es nicht nur um Spaß, sondern um eine existentielle Frage: Habe ich Angst davor zu fallen oder verlasse ich mich darauf, geleitet zu werden?

In diesen Tagen erkunden wieder mehr als tausend Konfirmanden das Wittenberger Groß-Camp „Trust and Try“, und genau darum geht es: vertrauen und ausprobieren, wie weit man zu gehen bereit ist und wo die individuellen Grenzen verlaufen. Es ist das letzte Mal in diesem Sommer, dass sich Gemeinden aus der oldenburgischen Kirche in die Zeltstadt am Rand der Lutherstadt aufgemacht haben, wo sie zusammen mit Gleichaltrigen auch die Originalschauplätze der Reformationsbewegung erkunden.

61 Konfirmanden aus dem Oldenburger Land sind dabei, begleitet von der Diakonin Nadine Hoffmann aus Friesland-Wilhelmshaven und ihren Pastoren Stefan Grünefeld aus Hooksiel- Pakens und Hanja Harke aus Waddewarden, Bernd Göde aus Apen-Augustfehn und Rüdiger Möllenberg aus Jever. In Wittenberg teilen sich alle miteinander vom 19. bis 23. Juli das Zeltdorf Venedig.

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Zwei Konfirmandinnen aus der oldenburgischen Kirche sind dabei, T-Shirts selbst zu gestalten. Foto: ELKiO/Christina Özlem Geisler

Konfirmanden-Gruppen aus ganz Deutschland besuchen Wittenberg
Konfirmanden-Gruppen aus ganz Deutschland fahren in diesem Reformationssommer nach Lutherstadt Wittenberg, um dort gemeinsam zu leben, zu lernen und zu feiern. Insgesamt machen sich von Ende Mai bis in den September hinein über 15.000 Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren ehren- und hauptamtlichen Teamerinnen und Teamern auf den Weg.

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Konfirmanden bauen einen bunten Zaun um das Urban Gardening Projekt. Foto: ELKiO/Christina Özlem Geisler

Insgesamt haben in diesem Sommer mehr als 800 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus dem ganzen Oldenburger Land die KonfiCamps in der Lutherstadt Wittenberg besucht. Anfang Juni waren allein 427 Teilnehmende aus Cloppenburg, Delmenhorst, Dinklage, Löningen, Metjendorf und Oldenburg gestartet. Mitte Juni waren es nochmals weitere 296 Teilnehmende aus Butjadingen, Delmenhorst, Holle-Wüsting, Lemwerder, Nordenham-Blexen, Wildeshausen und Wilhelmshaven. Nun der dritte Durchgang aus Apen- Augustfehn, Hooksiel, Jever, und Pakens.

Vertrauensspiele im Erlebnisparcours
„Die Vertrauensspiele im Erlebnisparcours haben sich die Jugendlichen selbst ausgedacht“, erzählt Grünefeld. Nach dem Frühstück hatten sie sich zunächst ein Video im Großzelt angesehen. Der Junge im Film hatte schlechte Erfahrungen in seiner Peergroup gemacht und zog sich aus seinem sozialen Umfeld zurück. Die Trennung seiner Eltern hatte zusätzlich das Vertrauen zu ihnen angekratzt. „Durch den Film tauchen wir in die Lebenswelt dieses Jungen ein“, sagt Grünefeld. „In der kleinen Gruppe passiert dann im Anschluss der Transfer der Jugendlichen: Was hat diese Geschichte mit mir zu tun und wie schwer fällt es mir eigentlich zu vertrauen?“, ergänzt Diakonin Hoffmann.

Bei solchen Übungen bestehe immer die Gefahr, dass bei den Jugendlichen etwas aufbricht, erklärt Hoffmann. Denn man wisse nie, womit man einen Jugendlichen triggert. „Unsere Aufgabe ist es dann, sensibel damit umzugehen.“, so Hoffmann. „Dafür sind wir ausgebildet, solche Situationen auch ein stückweit aufzufangen.“ Am Ende, sagt sie, merken die Konfirmanden im besten Fall, dass einer immer für sie da ist, auf den sie vertrauen können: nämlich Gott.

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Die Konfirmanden haben auch die Beutel bemalt, in denen sie ihr Essensgeschirr aufbewahren. Foto: ELKiO/Christina Özlem Geisler

Größere Camps auch in der Zukunfg
Nach der konzentrierten Arbeit an den Vormittagen können die Jugendlichen spielen, entspannen und im Unterhaltungsprogramm der Volunteers Spaß haben. Aber auch Workshops besuchen wie einen Standardtanzkurs, ein Urban Gardening-Projekt, bei dem die Jugendlichen alternative Pflanzgefäße basteln oder an einer weiteren Kreativ-Station die Stoffbeutel bemalen, in denen sie ihr Essensgeschirr aufbewahren. Über Langeweile beklagt sich hier niemand. Die Pfarrerinnen und Pfarrer sind sich einig, dass sie als einzelne Kirchengemeinden so ein vielfältiges Angebot gar nicht auf die Beine stellen könnten. „Was die Menschen hier im KonfiCamp leisten, ist sehr schön und professionell“, resümiert Diakonin Hoffmann. Die Leitung funktioniere gut, das Sicherheitskonzept sei sehr durchdacht. „Und mit tausend anderen unterwegs zu sein, hat schon Charme“, sagt Grünefeld.

„In Finnland ist eine längere Fahrt für alle Konfirmanden zusammen schon lange Standard“, erzählt Pastor Möllenberg. „So ein größeres Camp würde ich mir auch für die Zukunft unserer Konfirmandenfreizeiten wünschen.“ Wenn schon nicht so zentral wie in Wittenberg, dann vielleicht gemeinsam mit den Nordkirchen oder zumindest innerhalb der oldenburgischen Kirche. Auch Hoffmann ist überzeugt, dass der Festival-Charakter des Zeltlagers mit den darin verpackten theologischen Einheiten viel ansprechender für Konfirmanden ist als der wöchentliche Unterricht der Vergangenheit: „Wir brauchen ein Konzept, das den Jugendlichen näher ist und in dem sie erleben, dass Pastor, Gemeinde und Kirche auch bereit sind, sich auf Neues einzulassen.“

Beitrag von Christina Özlem Geisler.

Kontakt:

Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg
Philosophenweg 1
26121 Oldenburg

www.kirche-oldenburg.de

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