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Ballettpremiere

Am 27. Januar findet die Premiere des Ballettabends im Oldenburgischen Staatstheater u.a. mit der choreografischen Uraufführung  "Der Tod und das Mädchen" statt. Foto: Stephan Walzl

08. Januar 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Zweite Premiere der BallettCompagnie Oldenburg

Für die zweite Premiere der BallettCompagnie Oldenburg in dieser Spielzeit wird die Zusammenarbeit mit einem der bedeutendsten Tanzschaffenden in Deutschland und Europa fortgesetzt. Der Chefchoreograf und Künstlerische Leiter des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg, Martin Schläpfer, kommt erneut nach Oldenburg und erarbeitet mit dem gesamten Ensemble seine Choreografie ‚Violakonzert‘ zu Alfred Schnittkes ‚Konzert für Viola und Orchester‘.

Oldenburg- Für die BallettCompagnie Oldenburg wird Martin Schläpfer den dritten Satz der Uraufführung von 2002/04 neu arrangieren. ‚Violakonzert’, eine Choreografie, die Martin Schläpfer im Andenken an seine Mutter schuf, schöpft ihre Energie aus der Komposition Schnittkes, die wie durch ein Kaleidoskop auf die Musikgeschichte blickt. Dem streng formalen und puren Tanz verpflichteten Beginn folgen immer intensiver werdende emotionale Situationen der feinen Zwischentöne. Schlichte Bewegungsmuster steigern sich zu hochkomplexen, expressiven Ausdrucksformen: Mal weich, mal aggressiv, mal leidenschaftlich, mal romantisch, mal voll spielerischem Witz – stets jedoch mit dem Bewusstsein einer latenten Bedrohung und mit der Intensität des Wissens, dass Nähe und Zuneigung, Leidenschaft und Liebe oft nur ein vorübergehendes Glück bedeuten.

Tam Tam et Percussion

Das Mittelstück des Abends bildet die deutsche Erstaufführung von ‚Tam Tam et Percussion‘, einer Arbeit des französischen Choreografen Félix Blaska von 1970. Die Choreografie wurde u. a. vom Ballet de Bordeaux und vom Tokyo Ballet getanzt und setzt die Reihe von Werken der modernen Tanzgeschichte hier in Oldenburg fort, die Antoine Jully mit den Einladungen von Choreografien von Lar Lubovitch, Bill T. Jones und Alwin Nikolais begann. In den 1960er Jahren entdeckte Blaska seine Begeisterung für afrikanische Musik und sie mündete im Ballett ‚Tam Tam et Percussion‘. Die Musik, die von den Perkussionisten Vincent Bauer und Adriano Tenorio live auf der Bühne gespielt wird, ist Teil der Inszenierung und führt einen aufregenden Dialog mit dem akademischen Ballett.

Der Tod und das Mädchen

Der Ballettabend schließt mit der choreografischen Uraufführung von ‚Der Tod und das Mädchen‘. Antoine Jully, Ballettdirektor und Chefchoreograf der BallettCompagnie Oldenburg, kreiert zum 1824 entstandenen d-Moll-Streichquartett von Franz Schubert und widmet sich dem schaurig-schönen Bildmotiv der Beziehung zwischen einer jungen Frau und ihrem als personifizierter Tod auftretenden Liebhaber. Ebenso wie Schubert findet auch Antoine Jully für seine Choreografie Inspiration in Matthias Claudius’ gleichnamigem Gedicht: Der Dialog des Mädchens mit dem Tod, der ihm unbarmherzig gegenübertritt, steht im Zentrum der Kreation.

Premiere

Samstag, 27. Januar - 19.30 Uhr

Großes Haus


Die nächsten Vorstellungen:

Sa. 04.02., Do. 15.02., Sa. 17.02., Do. 22.02.

 Karten: 0441/2225 111 und tickets.staatstheater.de

Kontakt:

Oldenburgisches Staatstheater
Theaterwall 28
26122 Oldenburg

www.staatstheater.de
Karten: 0441/2225 111 und tickets.staatstheater.de

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