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Wasser-Fachleute standen auf dem Biohof Rede und Antwort. Foto: OOWV | Meister

11. Februar 2018

Onlineredaktion: Meike Schröder

Renommierte Gutachter sollen kniffelige Fragen beantworten

Der OOWV betreibt in Großenkneten für die Trinkwasserversorgung eines seiner größten Werke. Er fördert rund 15 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr. 19 Millionen Kubikmeter wären erlaubt. Fachleute sollen nun Untersuchungen in der Region durchführen, um zu prüfen, ob die Wasserförderung ursächlich für Trockenheit nahe der Förderbrunnen ist.

Großenkneten - Die Ursachen für fallende Grundwasserstände in Großenkneten und am Baumweg in Emstek herauszufinden, ist komplex. Das haben die zahlreichen Sitzungen des Runden Tisches zum Wasserhaushalt gezeigt. Zur Beantwortung noch offener Fragen sollen jetzt zwei Gutachter beitragen: Martin Meinken aus Bad Nenndorf und der Berliner Dr. Stephan Hannappel stellten sich am Dienstag den Teilnehmern auf dem Biohof Bakenhus vor. Die Sitzung hat gezeigt: Die Erwartungen an die beiden Fachleute sind hoch.

 

Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Einfluss die Wasserförderung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) auf die Natur hat. Der Verband betreibt in Großenkneten für die Trinkwasserversorgung eines seiner größten Werke. Es fördert rund 15 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr. 19 Millionen Kubikmeter wären erlaubt. Einige Brunnen liegen am Baumweg in Emstek. Dort bemerken Anwohner, dass Bäume unter der Trockenheit leiden. Auch die Vehne fällt mancherorts trocken. Dass die Wasserförderung die alleinige Ursache für die beobachteten Veränderungen sein soll, konnte am Runden Tisch bisher nicht nachgewiesen werden. Denn es gibt viele weitere Faktoren, die den Wasserhaushalt einer Region beeinflussen.

 

Die Zusammenhänge soll im Auftrag des OOWV der Sachverständige Martin Meinken, Inhaber des Ingenieurbüros H.-H. Meyer, untersuchen. Dr.Stephan Hannappel von der HYDOR Consult GmbH wurde als Begleitgutachter für den Runden Tisch von der Gemeinde Emstek beauftragt. Beide renommierten Fachleute haben bereits in der Vergangenheit Untersuchungen in der Region durchgeführt.

 

Neue Erkenntnisse verspricht sich der Runde Tisch von einer Modellierung, die Martin Meinken aus unterschiedlichen Daten vornehmen wird. „Ich lege großen Wert darauf, möglichst viel mit Messdaten zu arbeiten, weil sie zuverlässiger sind als Berechnungen", erklärte der Ingenieur. Gleichwohl werde es Berechnungen zu den Auswirkungen der Wasserentnahmen geben. Die Aufgabe von Dr. Stephan Hannappel wird darin bestehen, die Untersuchungen kritisch zu begleiten und die gewonnenen Erkenntnisse zu bewerten. Moderator Peter Brieber warnte am Runden Tisch vor zu hohen Erwartungen der Teilnehmer. „Die Gutachter werden in einem ersten Schritt die hydrogeologischen Auswirkungen beschreiben. Wir alle wollen zwar wissen, welche Fördermenge vertretbar erscheint. Zur Bewertung ist aber vermutlich noch die Expertise weiterer Fachleute erforderlich."

Kontakt:

OOWV

Gunnar Meister

Tel.: (04401) 916 38 17

www.oowv.de


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