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Siroe Teaser

Ab 6. Dezember wird die Oper Siroe im Staatstheater aufgeführt. Foto: Nicholas Tamagna/Staatstheater

28. November 2017

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Oldenburger Erstaufführung im Dezember

Siroe hat keine Chance. Ganz egal, wie sehr er sich verteidigt, er scheint nur tiefer in sein Unglück zu rutschen. „Tutti reo mi volete e reo non sono“, muss der Prinz am Ende des ersten Aktes erkennen: „Für alle bin ich schuldig und doch bin ich es nicht.“ Ab 6. Dezember wird die Oper Siroe in Erstaufführung im oldenburgischen Staatstheater aufgeführt.

Oldenburg-  Dabei begann alles scheinbar versöhnlich: Aus dem Krieg zurückgekehrt, sucht der regierende Vater Cosroe das Versprechen seiner beiden Söhne, den nächsten Thronfolger ohne Widerworte zu akzeptieren. Doch während der siegesgewisse Medarse, der seinem Bruder zwar an Jahren und Erfahrung unterlegen, in der Gunst des Vaters jedoch immer bevorzugt war, die Forderung unterwürfig akzeptiert, pocht Siroe auf sein Recht als Erstgeborener – und macht sich damit zum Sündenbock aller zukünftigen Geschehnisse. Sei es die Mordintrige der verkleideten Emira, die Verleumdung der zurückgewiesenen Laodice oder seien es die Tricks seines heimtückischen eigenen Bruders: Siroe ist in den Augen des Vaters immer der Schuldige – dem am Ende nur noch der Tod zusteht.

Siroe 1

v.l.n.r.: Yulia Sokolik (Medarse), Philipp Kapeller (Cosroe), Hagar Sharvit (Emira), Nicholas Tamagna (Siroe) Foto: Staatstheater

Als Johann Adolph Hasse 1763 seinen 30 Jahre zuvor komponierten ‚Siroe‘ als letztes Werk für den Dresdner Hof überarbeitete, stand er auf dem Höhepunkt seines musikdramaturgischen Denkens. Die hochvirtuosen Arien, die ein wahres Feuerwerk der Koloraturkunst darstellen, sind nun eng an die inneren Konflikte der Protagonisten gebunden. Dabei sticht der Kontrast zwischen der Konzentration der Königsfamilie auf ihre privaten Fehden und der Kriegsvernichtung vor ihrer Tür besonders ins Auge. Auf ihn fokussiert sich deshalb auch die Interpretation des Regisseurs Jakob Peters-Messer, der das Oldenburger Publikum bereits 2015 mit ‚Xerxes‘ begeisterte.

Eine Kooperation mit der Nederlandse Reisopera.

Besetzung:
Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner

Regie: Jakob Peters-Messer

Bühne und Kostüme: Markus Meyer

Licht- und Videodesigner: Guido Petzold

Licht: Steff Flächsenhaar

Dramaturgie: Christina Schmidl/Annabelle Köhler

Cosroe: Philipp Kapeller

Siroe: Nicholas Tamagna

Medarse: Yulia Sokolik

Emira: Hagar Sharvit

Laodice: Sooyeon Lee

Arasse: Martyna Cymerman

Oldenburgisches Staatsorchester

Statisterie des Oldenburgischen Staatstheaters:

Vorstellungen: 06., 08., 12., 4., 20., 22. und 27. Dezember

Oldenburgisches Staatstheater
Theaterwall 28
26122 Oldenburg
Tel.: (0441) 22 25-513

www.staatstheater.de
Karten: (0441)22 25-111 und tickets.staatstheater.de

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