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246- BIS

v.l.:  Silvia Nikolaev, Diplom-Sozialpädagogin und Julia Logemann, Erziehungs-, Bildungs- und Sozialwissenschaftlerin im Beratungsgespräch mit einer Bulgarischen Mutter     Bild: BIS  



 11. Oktober 2017

Onlineredaktion Bodo Pell 


BIS Netzwerk Wildeshausen- Anlauf- und Orientierungsstelle für (neu) zugewanderte EU-Bürger/innent

BIS baut Brücken und stärkt Intergration

Wenn zugewanderte Familien Beraterinnen des BIS Netzwerks Wildeshausen aufsuchen, geht es meist um Fragen zur weiteren Lebensplanung in Wildeshausen. Sie möchten die deutsche Sprache erlernen, erkundigen sich nach einem Sprachlernangebot oder möchten das ihre Kinder im Kindergarten angemeldet werden. Offene Fragen, bei deren Lösungsfindung die Beraterinnen  zugewanderten EU-Bürgern und ihren Kindern gerne zur Verfügung stehen. 


Wildeshausen - Das „BIS Netzwerk Wildeshausen – Brücken bauen – Integration stärken“ existiert nun seit über einem Jahr unter der Trägerschaft der Stadt Wildeshausen und bietet für die Zielgruppe der (neu) zugewanderten EU-Bürger/innen und ihren Kindern, die nach Wildeshausen gekommen sind, eine Anlauf- und Orientierungsstelle mit Beratungsleistung.


Das BIS Netzwerk Wildeshausen ist eins von fast 90 deutschlandweiten Projekten gegen Armut und Ausgrenzung von EU-Bürger/innen und ihren Kindern, denen durch dieses Informations- und Unterstützungsangebot sowohl das Einleben in Wildeshausen als auch der Zugang zum regulären Hilfe- und Beratungssystem und zum Bildungs- und Betreuungssystem erleichtert werden soll.

Die Förderung des Projekts in Wildeshausen wird überwiegend aus Mitteln des Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) finanziert, zu weiteren Teilen ist aber auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie die Stadt Wildeshausen beteiligt.

Die Beratung des Projekts wendet sich überwiegend an (neu) zugewanderte EU-Bürger/innen aus Bulgarien, da diese mit knapp 1.300 gemeldeten Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen (Stand: Februar 2017) in Wildeshausen, die größte Gruppe der Zugewanderten darstellen. Allerdings sind auch andere Zugewanderte aus anderen EU-Staaten herzlich willkommen und können sich mit Fragen oder Problemen gerne an die Beraterinnen wenden.

Die Zielsetzungen für das Projekt sind vor allem die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in den Bereichen Bildung, Existenzsicherung und Wohnen, Gesundheitsvorsorge und soziales Miteinander. Auch der Abbau von Misstrauen, Ängsten und Unwissenheit der Menschen soll durch das Projekt gefördert werden, so dass Zugänge und Integration erzielt werden.

Als Querschnittsziel ist außerdem die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzt.

Dreimal wöchentlich werden offene Sprechzeiten für Beratungen auf Deutsch und Bulgarisch angeboten.
Dienstags von 10.00 bis 12.00 Uhr im Treffpunkt Mittendrin in der Ringstraße 45. Mittwochs von 9.00 bis 12.00 Uhr in Zimmer 6 im Stadthaus, Am Markt 1.
Sowie freitags von 10.00 bis 12.00 Uhr im Treffpunkt Mittendrin in der Hermann-Ehlers-Straße 2.

Das BIS Netzwerk bietet vorrangig die Verweis- und Vermittlungsberatung an, um eine effektive und zielorientierte Vernetzung mit den Akteuren der regulären Hilfsangebote und der Versorgungsstrukturen in und um Wildeshausen herstellen, um einen Zugang für die (neu) zugewanderten EU-Bürger/innen und ihre Kinder zu schaffen und eine „Brückenfunktion“ zu etablieren, anstatt ganz neue Angebote zu entwickeln und aufrecht zu erhalten. Die Themen umfassen Hilfestellung bei der Korrespondenz mit Behörden, Eltern-Kind-Angelegenheiten, Freizeitgestaltung, Sprachbildung, Gesundheit, Alltagsbewältigung und weitere Fragen.

Neben der Beratungsleistung besuchen die beiden im Projekt tätigen Frauen auch Familien zu Hause oder suchen die Zielgruppe in den Wohnquartieren auf. Außerdem begleiten sie nach Bedarf zu Terminen mit Behörden oder zu anderen Beratungseinrichtungen, kümmern sich um die Projektdokumentation für den Hilfsfonds, die Ministerien und die Kommune und gehen der Netzwerkarbeit nach. Auch kleinere Aktivitäten, wie ein Gruppenangebot für Schwangere oder Gesprächskreise im Rahmen von Frauenabenden werden von den Beraterinnen mit organisiert.

Für die übergeordnete Koordination des Projekts ist die Integrationsfachkraft der Stadt Wildeshausen, Michaela Kurwinkel, zuständig.

Das Projekt hat noch eine Laufzeit bis Ende 2018, obwohl wahrscheinlich auch weiterhin ein großer Bedarf bei den (Neu) Zugewanderten herrscht, wie die bisherigen Beratungszahlen zeigen: In der Zeit von Juni 2016 bis August 2017 haben die Beraterinnen über 1.250 Beratungsgespräche durchgeführt und konnten oftmals hilfreiche Vermittlungsvorschläge für die Hilfesuchenden erzielen.


Informationen zum Projekt und der zweisprachige Flyer sind auf der Homepage der Stadt zu finden unter: https://www.wildeshausen.de/familie/familienpflege-und-integration/bruecken-bauen-integration-staerken/.

Eine Kontaktaufnahme zu Frau Logemann und Frau Nikolaev ist telefonisch oder per Mail möglich:

Telefon: 0152/ 389 154 74 oder 0152/ 389 154 75; E-Mail: bis@wildeshausen.de






















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