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247-Nachtwächter Drubel

 v. l.: Jörg Reichel bekam vom scheidenden Nachtwächter Drubel die Handschellen und die Hellebarde   Bild: bodopell  



 12. Oktober 2017

Onlineredaktion Bodo Pell 



Zehn Jahre als Nachtwächter unterwegs

Die Sache hat mir sehr viel Spaß gemacht

Zehn Jahre führte Reinhard Drubel für den Verkehrsverein Wildeshausen e.V., als Touristenattraktion als Nachtwächter seine Gäste durch die dunklen Gassen von Wildeshausen. Jetzt übergab Drubel Schlüssel und Handschellen an seinen Nachfolger Jörg Reichel. 


Wildeshausen - Die Idee, die Figur eines Nachtwächters zu schaffen, entstand vor etwa zehn Jahren bei einer Sitzung des Verkehrsvereins. Der damals 72 jährige Rentner Drubel war noch voller Tatendrang und schlüpfte so in diese Figur.


Jetzt musste erst ein Kostüm her. Die Idee dazu kam von seiner Ehefrau. Die ihm eine Kutte schneiderte und später eine zweite. Von seinen Eltern bekam er mal eine Metallspitze aus einer Kunstschmiede im Allgäu geschenkt, die lange über dem Kamin hing. Der damaliger Vorsitzende des Verkehrsvereins Franz Kramer besorgte ihm einen Stab, um daraus eine Hellebarde zu bauen. Die Laterne erwarb er im Schlussverkauf. Das Feuerhorn fand er auf dem Flohmarkt. Die über zwei Kilogramm schwere Hellbarde tauschte er später gegen einen mit Schnitzereien versehennen Stock, den er auf dem Flohmarkt in Delmenhorst erwarb ein, erzählte Drubel.

Am 10. Oktober 2007 führte er das erste Mal seine Gäste durch die Wildeshauser Altstadt. Bereits im Dezember 2009 gab es einen Grund zum Feiern. Drubel führte während seiner 100. Führung im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier eine Gruppe der Wildeshauser Bogenschützen  durch die dunklen Gassen. 


Die Strecke führte vom Marktplatz über den Remter vorbei am Brennereimuseum und zurück, wo Drubel damals wie bis heute -bei seiner letzten Führung die aus geladenen Gästen aus der Nachbarschaft und Gästeführer aus dem Verkehrsverein bestand- an Geschichtsträchtigen Bauten auch Anekdoten über die Wildeshauser Bevölkerung erzählte.

249-Nachtwächter Drubel

Im Rekordjahr 2010, führte er bei 57 Rundgängen 957 Personen durch die Gassen von Wildeshausen. In den zehn Jahren konnte er bei über 400 Führungen 4500 Gäste begeistern. Die Gäste kamen von überall her, sogar aus Amerika berichtete Drubel. Manche Gruppe war so begeistert, dass es auch einige Geschenke gab.


„Etwas Wehmut ist schon dabei, wenn ich jetzt aufhöre, alle Führungen haben großen Spaß gemacht. Jede war auf seine Art toll“, sagte Drubel.

Jetzt im Alter von 82 Jahren hat der in Essen geborene Versicherungskaufmann, nicht nur die Figur, sondern auch seine Hellebarde sowie Schlüssel und seine mitteralterlichen Handschellen an seinen Nachfolger den 52 jährigen Polizeibeamten Jörg Reichel übergeben.





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