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opfer und täter im Gespräch

Am 17. Mai bietet der Verein zur Konfliktschlichtung Opfer und Täter an einem Tisch zum Gespräch. Foto: Flyerauszug Konfliktschlichtung

12. Mai 2017

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Vielen Opfern ist es eine Hilfe über das Geschehene zu sprechen

Über 6 Millionen Straftaten werden jedes Jahr in Deutschland begangen. Weibliche und männliche Opfer leiden oft lange Zeit oder sogar ihr Leben lang unter den Folgen der Tat. Opfer erfahren kaum Hilfe und Straftaten werden im Kern nach wie vor als Angelegenheit zwischen dem Täter/der Täterin und dem Staat betrachtet und gehandhabt. Am 17. Mai informieren Frau Daniela Hirt und Herr Michael Ihnen von dem Verein Konfliktschlichtung in Oldenburg über das Projekt „Opfer und Täter im Gespräch (OTG)“.

Oldenburg - Das Projekt sieht vor, dass zuerst in mehreren Gruppensitzungen von Opfern und Tätern, getrennt voneinander ein Austausch stattfindet. Dabei können die Opfer die Auswirkungen der Straftaten aufzeigen, ihre Leidensgeschichte erzählen und sich auf die folgenden Begegnungen mit den Tätern inhaltlich und emotional vorbereiten.

Die Täter werden parallel in Gruppensitzungen mit der Opferperspektive konfrontiert und auf die Teilnahme an den gemeinsamen Gruppengesprächen vorbereitet. Voraussetzung für die Teilnahme ist es, dass die Täter bereit sind Verantwortung für vergangenes und zukünftiges Handeln zu übernehmen, und sich mit den Folgen für die Geschädigten auseinanderzusetzen und ihr Verhalten zu ändern.

Nach den getrennt voneinander stattfindenden Gruppengesprächen kommt es zu gemeinsamen Gesprächsrunden zwischen Opfern von Straftaten und Häftlingen aus der JVA Oldenburg. Es handelt sich um voneinander unabhängige Personen und Taten und nicht um die Opfer und Täter derselben Tat. Inhaltlich geht es um die Auseinandersetzung mit dem individuellen Tatgeschehen, sowie weiteren Themen, zum Beispiel Verantwortung, Schuld, Reue und Wiedergutmachung/ Versöhnung.

Der Verein Konfliktschlichtung Oldenburg
bietet mit dem
Projekt „Opfer und Täter im Gespräch (OTG)“
die Möglichkeit:
- Ihre Wut, Ihre Emotionen loszuwerden und
Täter mit den Folgen einer Straftat zu konfrontieren
- zu erfahren was in einem Täter vorgeht,
warum er so etwas tun kann
- zu erfahren, wie andere Betroffene mit den
Folgen einer Straftat umgehen
- das Geschehene aufzuarbeiten und Ihren
Heilungsprozess zu unterstützen

Zudem werden Themen der Teilnehmenden aufgegriffen. Es sind zusätzlich Einzel- und Nachsorgetermine vorgesehen. Für die Tätergruppe sind bereits einige Interessierte für das Projekt angemeldet.

In der Gruppe für Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind,

sind noch einige Plätze frei.

Interessierte sind willkommen, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

„Opfer und Täter im Gespräch (OTG)“

 17.30-19 Uhr

 Kaiserstraße 7, 26122 Oldenburg


Hier geht es zum Informationsflyer (Sie haben keine Berechtigung zum Herunterladen.)

Weitere Informationen unter 0441/27293 und www.konfliktschlichtung.de

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