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3.17.1 Feuerwehrverband

Nach 12 Jahren als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes geht Peter Sparkuhl nun in die Altersabteilung.
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7. März  2017

Onlineredaktion von Jörg Beumelburg

Das Urgestein des Kreisfeuerwehrverbandes Peter Sparkuhl geht in den Ruhestand

Diane Febert wird als erste Frau an die Spitze des Feuerwehrverbandes gewählt

Eine insgesamt 46-jährige währende Feuerwehrkarriere ist am Sonnabendnachmittag für den Vorsitzenden Peter Sparkuhl des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Oldenburg im Rahmen der Vertreterversammlung nun zu Ende gegangen. Zuletzt war er 12 Jahre Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Seine Nachfolgerin ist Diane Febert aus Bookholzberg (Ganderkesee). 


Wüsting | Gemeinde Hude | Landkreis Oldenburg -
Rund 200 geladene Gäste darunter 70 stimmenberechtigte Mitglieder kamen am vergangenen Sonnabend in die Gaststätte "Moritz" Wüstenlander Hof in Wüsting, um den verdienten Feuerwehrmann für seinen Einsatz um die Freiwillige Feuerwehr zu würdigen. Darunter unter anderem Landrat Carsten Harings, erster Kreisrat Christian Wolf, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen Karl-Heinz Banse und Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer. Aber auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den einzelnen Kommunen des Landkreises Oldenburg und Vertreter der Polizei mit Markus Voth und Harald Theilen sind der Einladung gefolgt.

Überraschungsgäste waren zudem vom polnischen Feuerwehrverband mit dem Landrat des Landkreises Nowomieski Andrzej Ochlak, Leiter der Berufsfeuerwehr Nowe Miastro Lubawski Jacek Auda und der Leiter der Ferienfreizeiten für den deutsch-polnischen Jugendfeuerwehraustausch Skarlin Edmund Bartycha. Sie sind zur Überraschung von Peter Sparkuhl bereits einen Tag zuvor in Wildeshausen angereist. 

Mit der Verabschiedung des Vorsitzenden wurde das Treffen der Delegierten aus den Untergliederungen der Feuerwehren im Landkreis Oldenburg fast zur Nebensache. Dennoch führte er die Versammlung bis zum Ende durch, die er wie immer konsequent leitete und seinen letzten Bericht vortrug. Sein Motto: "Gemeinsam sind wir stark".

Und einen kritischen Punkt hatte er dann schließlich doch noch anzumerken. Denn nach der neuen Brandschutzverordnung soll die Altersgrenze der Einsatzkräfte auf 67 Jahren hochgesetzt werden statt mit 63 Jahren wie bisher. „Ich halte das für unzumutbar und wir haben seitens des Feuerwehrverbandes entsprechend darauf reagiert“, sagte Sparkuhl. „Wir brauchen nicht so viele Häuptlinge sondern vielmehr Indianer an der Basis, doch irgendwann ist es für eine Tätigkeit, zumal sie ehrenamtlich gemacht wird, auch gut“, zeigte sich der 64 -Jährige kritisch.

3.17 KreisfeuerwehrverbandNach seinem Bericht folgte die Wahl seiner Nachfolge. Das was namentlich eigentlich noch nicht bekannt sein sollte, war jedoch schon zuvor im Internet zu lesen.  „Es ist ein Beispiel, weshalb ich kein Freund vom Internet bin, alles wird heutzutage in die Quasselbox gepackt“, merkte Sparkuhl an.

Mit sechs Enthaltungen wurde sodann die bisherige Schriftführerin Diane Febert zu seiner Nachfolgerin gewählt. Auch sie hat schon viele Jahre Erfahrungen in der Vorstandsarbeit des Kreisfeuerwehrverbandes sammeln können. Seit 15 Jahren ist sie zudem als Stellvertretende Kreis-Jugendwartin in der Jugendfeuerwehr aktiv dabei.

Auch Landrat Carsten Harings lobte die Arbeit der Feuerwehrleute während seiner Begrüßungsrede. „Ich bin froh darüber, dass es Euch gibt. Doch was ich für einen abscheulichen Sittenverfall halte, dass es im zurückliegenden Jahr während der Silvesternacht Übergriffe gegenüber den Einsatzkräften gab, verurteile ich aufs Schärfste. Denunzianten sollen den Helfern ihre Arbeit machen lassen und mal wieder runterkommen“, machte Carsten Harings während seiner Begrüßungsrede deutlich.

Allerdings merkte er an, dass es nur wenige Frauen in der aktiven Feuerwehrarbeit gebe.  „Das Urgestein Peter Sparkuhl wird uns in der Kreisverwaltung fehlen. Es war mit ihm immer eine kameradschaftliche  Zusammenarbeit. Und mit seiner breiten Erfahrung hat er sich in der Führungsarbeit vorbildlich eingebracht“, führte Harings weiter aus.

Und letztlich sorgte er für eine überregionale Vernetzung, sprach immer Klartext und war gleichzeitig zurückhaltend und bescheiden. „Du bist ein richtiges Original mit einem großen Herzen“, so der Landrat.

1.17 Kampagne EhrenamtIn den zahlreichen Reden wurde deutlich, wie Sparkuhl die Entwicklung des Feuerwehrwesens, dazu gehört auch die Jugendabteilung, in den zurückliegenden Jahren entscheidend mitgeprägt hat. Und Landrat Carsten Harings sowie der Präsident des Niedersächsischen Feuerwehrverbandes Karl-Heinz Banse bezeichnete den scheidenden Vorsitzenden als Vorbild und Motor für alle Feuerwehrkräfte im gesamten Landkreis Oldenburg und sie hoben die stets konstruktive Zusammenarbeit hervor.

„Ich bedaure sehr, einen Fachmann mit Weitblick zu verlieren“, sagte Karl-Heinz Banse. Denn schon in frühester Jugend hat für den heute 64-jährigen Feuerwehrmann festgestanden, etwas Sinnvolles in seiner Freizeit zu machen. Sein Werdegang hatte bei der Freiwilligen Feuerwehr in Harpstedt begonnen. Dort wurde er später auch Ortsbrandmeister und einige Zeit später sogar Gemeindebrandmeister im Flecken Harpstedt. 

3.17 KreisfeuerwehrverbandIm weiteren Verlauf der Versammlung gab es noch zahlreiche Ehrungen. So wurde Peter Sparkuhl mit dem höchsten Verdienstorden  mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgezeichnet und einstimmig auf Vorschlag seines Stellvertreters Frank Hattendorf zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Seine Ehefrau Elsa Sparkuhl, die sich vor allem für den Nachwuchs einsetzte,  bekam die Feuerwehr-Ehrenmedaille. Auch Carsten Harings wurde mit der Ehrennadel und der Erste Kreisrat Christian Wolf mit

der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille

des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet.

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Die Verdienstmedaille in Silber des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes bekamen Hans-Jürgen Wachendorf, Egon Eben und Willi Addicks.

Mit der Ehrennadel in Bronze des Landesfeuerwehrverbandes wurden Heiko Zywina, Klaus Grubert, Holger Meyer, Gerno Pelz, Michael Jacob und Norbert Pastuschek, beide zuletzt genannten von der Werksfeuerwehr Exxon Mobil, ausgezeichnet.

Zudem überreichte der Werksfeuerwehrleiter Jörg Even von der Exxon Mobil Peter Sparkuhl die Ehrennadel des Gasschutz Wehrmann, auf der das achtspitzige Kreuz mit den acht Tugenden zu sehen ist.

Im Anschluss warteten einige Oldtimer der Feuerwehren, die aus dem gesamten Landkreis Oldenburg zusammengezogen worden sind und Sparkuhl in einem Fahrzeug sodann zu seiner beheimateten Feuerwehr nach Harpstedt gebracht wurde.

3.17.2 Kreisfeuerwehrverband

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