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Freifeld e.V.

Festival-Team von Freifeld e.V. ist enttäuscht von Bürokratismus und fehlenden Freiräumen in Oldenburg und bricht die Zelte ab. Der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Oldenburg wird aufgelöst. Foto: Freifeld e.V.

18. April 2017

Onlineredaktion: Cornelia Schröder | Innen-Balance

Kein Platz für kulturelle Freiräume

2017 wird es kein Freifeld Festival in Oldenburg geben. Nach intensiver Vorbereitungszeit, langwieriger Geländesuche und Verhandlungen entscheidet das Freifeld-Team, dass es dieses Jahr und auch in Zukunft kein Freifeld Festival in Oldenburg mehr geben wird. Der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Oldenburg wird aufgelöst.

Oldenburg - Das spartenübergreifende Kulturfestival mit Musik, Kunst, Theater, Club, Literatur, Film und Workshops wurde 2013 und 2014 von über 250 Künstler/innen, 300 Helfer/innen und einem 25- köpfigen ehrenamtlichen Festival-Team ermöglicht und von ca. 5.000 Besuchern begeistert angenommen. Leider konnte auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Donnerschwee danach wegen Wohnungsbau und Sanierung nicht weiter veranstaltet werden. Das Freifeld Festival 2015 sollte auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Blankenburg stattfinden, musste aber abgesagt werden, da der Geländebesitzer sich gegen eine kritische Auseinandersetzung mit der Blankenburger Geschichte wehrte. Nachdem sich Freifeld e.V. von dieser Absage erholt und 2016 das alternative Format Freifeld»Jurten veranstaltet hatte, sollte es 2017 wieder ein Freifeld Festival geben.

Anzeige LK 240Dank der frühzeitigen Planung war das Festival 2017 bereits Ende 2016 durch Kulturförderung diverser Stiftungen im Nordwesten finanziell abgesichert, doch die Suche nach einem geeigneten Ort scheiterte: Nach längeren Verhandlungen mit der Stadt Oldenburg über die Nutzung von Teilen des Fliegerhorsts, in denen die Stadt entgegen vorheriger Äußerungen kein geeignetes Festivalgelände zur Verfügung stellte, fand sich im Januar 2017 ein alternatives Gelände wenige Kilometer vor Oldenburg. Leider gab es dort keine ausreichende Unterstützung durch die Genehmigungsbehörden.

„Wir haben alles dafür gegeben, dass es wieder ein Freifeld Festival geben kann. Gemeinsam haben wir aber nun entschieden, dass wir ohne ein sicheres Festivalgelände und die dafür notwendige politische Unterstützung das Freifeld Festival nicht durchführen können und wollen”, sagt Sebastian Humpert, Vorstand von Freifeld e.V. „Es ist besonders bitter für uns, nicht veranstalten zu können, obwohl das Freifeld Festival 2017 finanziell deutlich besser aufgestellt war als seine Vorgänger”, sagt Leonie Etzold, Kassenwartin des Freifeld e.V. „Wir sind unseren Förderern sehr dankbar für das Vertrauen, die Unterstützung und Wertschätzung.” Ohne Gelände und ohne Veranstaltung stehen die Gelder dem Verein nun nicht zur Verfügung.

Abschied mit schweren Herzen - Der Freifeld e.V. löst sich auf

Aufgrund der fehlenden Perspektive auf ein Festivalgelände in Oldenburg und der finanziellen Folgen der Absage, hat das Freifeld-Team, das seit 2012 Herzblut, Zeit und ehrenamtliches Engagement in die Planung, Organisation und Gestaltung der Freifeld Festivals investiert, sich entschieden den Trägerverein Freifeld e.V. aufzulösen. „Kulturveranstaltungen brauchen Raum und besonders für eine ehrenamtliche Struktur wie Freifeld e.V. macht es der Mangel an kulturellen Freiräumen in Oldenburg unmöglich, anspruchsvolle Kulturprojekte jenseits des Mainstreams umzusetzen. Daher werden wir schweren Herzens unsere Arbeit einstellen”, erklärt Katharina Wisotzki, Vorstand von Freifeld e.V.

Dank an alle Unterstützer


„Wir bedanken uns bei allen, die mit uns in den letzten vier Jahren geplant, getanzt, gelacht, geweint und gefeiert haben”, sagt Katrin Windheuser, Festivalleitung 2017, stellvertretend für viele Engagierte des Freifeld e.V. „Wir sind enttäuscht und traurig, dass unsere Vision von Freifeld in Oldenburg nun ein Ende findet. Wir sind der Überzeugung, dass es im Interesse und der Verantwortung der Stadt Oldenburg liegt, dem Nachwuchs Zugang zu Räumen und Förderung zu gewähren und Experimentierfelder wie das Freifeld Festival zu ermöglichen.“ Für viele Engagierte könnte die Auflösung von Freifeld e.V. mangels Perspektive den kurz- oder langfristigen Abschied aus Oldenburg bedeuten. Das Scheitern des Freifeld Festivals an Bürokratismus und fehlenden Freiräumen für Kreativität und Experimente scheint exemplarisch für die Situation junger Menschen und Initiativen zu sein, die in Oldenburg Kultur jenseits von etablierten Institutionen schaffen und gestalten wollen.

Über Freifeld e.V.
Freifeld e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Oldenburg. Das Team junger Kulturschaffender eint der Wunsch, die lokale Szene konstruktiv zu vernetzen. Zusammenarbeit statt Konkurrenzdenken! Alle bringen ihre eigenen Erfahrungen und Ideen ein, um mit dem Freifeld Festival etwas zu schaffen, das das kulturelle Leben in Oldenburg nachhaltig bereichern soll. Das Freifeld-Organisationsteam wird von unzähligen ehrenamtlichen Helfer/innen und vielen Oldenburger Kooperationspartner/innen unterstützt.



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